Bei der Überprüfung einiger Wikipedia Artikel stieß ich dabei – Schicksal? – Zufall? – einmal wieder auf den wunderbaren Illustrator John Burningham.

ER war ja wirklich noch ein Schüler der ersten Garde in Summerhill. – Seine Bilderbücher gefielen mir auch schon damals, zu Beginn meiner eigenen Ausbildung zum Erzieher, und existieren, als wertvollste Schätze im Bücherschrank, selbstverständlich auch heute noch in meiner heimischen Bilderbuch Sammlung.

Nun klickte ich mich also so durch die Unterseiten der Schule und viele Erinnerungen an meine eigene Praxiszeit kamen mir in den Sinn. 

Für mich war Alexander Sutherland Neill immer einer meiner großen pädagogischen Vorbilder. Er propagierte wie bereits Johann-Heinrich Pestalozzi oder Jean-Jacques Rousseau, u. a. die Maximen Liebe und Freiheit in der Erziehung.

Natürlich verschlang ich damals alle diese Bücher, erstand sie – meist gebraucht – überall und bei jeder Gelegenheit, um sie dann zuhause zu lesen.

Egal ob es „Summerhill: pro und contra“, „Theorie und Praxis der Antiautoritären Erziehung“ oder seine Erinnerungen „Neill, Neill, Birnenstiel!“ waren. – Als ich dann auch noch tatsächlich selbst in einem Kölner Kinderladen arbeiten durfte, war die Ergänzung dazu perfekt!…   🙂

Im Laufe der praktischen Arbeit mit Kindern kamen natürlich noch weitere Bücher und pädagogische Idole hinzu, wie Maria Montessori,  Rudolf Dreikurs, Loren Grey („Kinder lernen aus den Folgen“), etc. etc. – Aber NEILL blieb bis heute eine wichtige Wurzel im gesamten Baumstamm meiner Erfahrungen.

Und dann sah ich sie: die Anzeige „Pädagogische Lehrkraft gesucht!“ 😮
Ja, wirklich – ICH in Summerhill!? – Ein nur ganz kurzer Flash! ;-P –

Denn da gab es dann doch Einige Gründe, weshalb ICH dann HEUTE wahrscheinlich doch nicht mehr ganz der Richtige für diese Position bin! – Aber: Träumen darf man ja wohl noch!? … 😛

Und so blätterte, sorry, klickte ich mich also weiter durch die Webseiten und las die Informationen über den Stundenplan in Summerhill. – Ich betrachtete die Bilder und klickte mich von Artikel zu Artikel weiter. Bis ich dann auf einen Namen stieß, der mir auch noch bekannt war: seine Tochter „Zoë Neill Readhead“.

Und SIE wurde im Laufe der Jahre die Direktorin von Summerhill und arbeitete für den ideellen und praktischen Nachlass ihres so von mir geschätzten Vaters.

Auch SIE war ein Kind der allerersten Garde und wie Neill selbst formulierte war sie: „der Prototyp eines radikal liberal erzogenen Kindes“ (s. Wiki). – Was für eine grandiose Bestätigung eines Lebenswerkes und was für ein Glück noch dazu für einen Vater, wenn man so etwas über seinen Nachwuchs sagen kann! 😮

Ja, und trotzdem: so schließe ich bereits wieder den Kreis, denn was ICH noch zu Neill und seiner Tochter anmerken könnte, DAS würde Bücher füllen. …   😉

Deshalb ergänze ich ganz einfach diesen meinen kleinen In Memoriam A. S. Neill Artikel damit, dass ich auf das noch immer aktuelle Bilderbuch seiner Tochter Zoë Neill Readhead verweisen möchte.

Es trägt den bezeichnenden Titel „Barefoot in November. Parenting the Summerhill way“ – Man kann es über die Summerhill Website oder via Amazon bestellen.

Und wer das Glück hat direkt dort als Lehrer und Erzieher arbeiten zu dürfen, der kann es in Summerhill nach dem Unterricht oder zusammen mit den Kindern ganz direkt Vorort lesen! 😉

So oder so: Es lebe SUMMERHILL! – Es lebe in Memoriam A. S. Neill! – Es lebe jedes Kind und alle Menschen und Künstler, die durch Summerhill geprägt wurden und auch heute noch geprägt werden! …

Und wer der spanischen Sprache mächtig ist, kann sich natürlich auch noch das Werk seiner Tochter „Summerhill hoy“ via Amazon zulegen! 😉

Danke Neill! – Danke Zoë! – Danke John Burningham! – Danke Summerhill! – Und: Danke Wikipedia (und allen Mitarbeiter*innen)! – Danke! – Euer Jo 🙂