Mein „erstes“ Mal … – ja, nein, ich muss anders anfangen: meine erste unliebsame Begegnung mit einer Anhängerkupplung hatte mein Auto, schon kurz nachdem ich es in unserer kleinen Seitenstraße vor dem Haus geparkt hatte.

Es war gerade erst jungfräulich neu aus dem Autohaus befreit und in die grausame Verkehrswelt entlassen. – Kurzum: ich hatte es soeben, als Neuwagen, von meinem lange Ersparten gekauft, abgeholt und überglücklich, innerlich schwebend, äußerlich in vorsichtigstem Schneckentempo, zu mir nach Hause gefahren!

1. Ich hasse Anhängerkupplungen! …

So weit, so gut! – In Köln Auto zu fahren gleicht jedoch einem tagtäglichen Kamikaze-Abenteuer. Aber das wurde mir erst im Verlauf der nächsten Tage, Wochen und Monate immer bewusster.

So blieb es dann nicht aus, dass mein geliebter Wagen mit der Zeit auch so seine Erfahrungen machen musste. Es fing an mit einem leichten Kratzer an der rechten Seitentüre.

Dann kam ein größerer am rechten Kotflügel hinzu. Beide bemerkte ich zuerst gar nicht, da sie ja auch höchstwahrscheinlich nicht von mir selbst verursacht worden waren.

Nun, ich nahm es hin! – Was mich jedoch dann doch sogar die Polizei rufen ließ, war dann die Delle im vorderen Kennzeichen-Schild. Dieses hing außerdem nur noch recht locker am Wagen und meinem Autohaus sei Dank wurde später wieder befestigt.

Die Polizei also kam und nahm den Vorfall auf. Mit dem Ergebnis, dass ich mir ein neues Nummernschild erwerben solle oder mit dem verdellten, aber noch lesbaren weiterfahren müsse! – Wouw! – Mir blieb die Spucke weg!

Ein Bagatell-Schaden!… – Ich weiß nicht mehr, ob damals ein Auto mit Anhängerkupplung dabei direkt vor meinem geparkt war.

Die Erkenntnis „hilflos“ zu sein und mit solchen lapidaren Vorfällen einfach rechnen zu müssen, ja, sie ließ mich von Stunde an einen HASS auf alle Autos mit Anhängerkupplungen entwickeln.

2. Die Gegenwehr bzw. die Lösung vor Autos mit Anhängerkupplungen!

Künftig parkte ich, wenn möglich und ich mehrere Parkplätze zur Auswahl hatte, auf jeden Fall NICHT hinter einem Auto mit Anhängerkupplung!

Und falls es sein musste, in Köln sind nämlich – wie jeder weiß – Parkplätze, selbst mit einem Anwohner Parkausweis, sehr oft ziemlich rar gesät; nun dann parkte ich zumindest SO dass ein recht größtmöglicher Abstand zwischen meinem Auto und dem mit Anhänger-Phallus bestand!

Was dann nur noch demütig abwartend zu tun war, bestand aus Hoffen und … Beten (!?).

3. Nimm hin, was Du nicht ändern kannst!?

Im Verlauf der nächsten Monate und soll ich sagen Jahre? – Nun, ich muss gestehen, dass ich mich in eine Lethargie begab, was Autos mit Anhängerkupplungen anbetraf. – Es gab in Köln nun einfach mal zu viele davon. 

Demzufolge fand ich immer öfter auch, unbewiesen, aber nach dem augenblicklichen Anschein gefühlt, auch weitere Anstöße an und auf meinen vorderen Nummernschild.

Eine Zeitlang klappte das mit der demütigen Einstellung, schließlich war ich lange Jahre, nein, Jahrzehnte geübter und gläubiger Katholik. – Eines Abends jedoch, ich musste schon wieder einmal hinter einem „Kleinwagen“ mit Anhängerkupplung parken, ja, da brodelte es denn doch etwas intensiver in meinem Herzen und Gehirn! …

4. Die Suche nach Alternativen vor dem Anhängerkupplungs-Monopol! 

Nach langem Hin- und Her wälzen auf meinem Ruhelager, entwickelte ich Pläne zur Frage: WAS kann ich gegen dieses Problem unternehmen? …“

Klar, die beste und einfachste Antwort und Lösung wäre sicher: „Kauf Dir einen SUV bzw. selbst einen „Geländewagen“ mit Anhängerkupplung!…“

Aber das wäre wie eine Kapitulation! – Und Kapitulationen stehen eigentlich nur im äußersten Notfall in meinem Leben zur Debatte!

Also, WAS kann ich unternehmen mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln? …

So ein protziger SUV bzw. ein anderer Neuwagen steht ja allein schon von meinen finanziellen Möglichkeiten nicht zur Diskussion. Außerdem gefällt mir mein Eigener noch recht gut!

Umziehen aufs Land? … – Klar, da sind Anhängerkupplungen fast NIE so nah am eigenen Wagen geparkt, denn das Ländliche / Dörfliche besticht, gegenüber dem Städtischen – wie jeder weiß – durch unendliche Weite … und Einsamkeit! …

Vielleicht sollte ich aber ja auch einfach ein Autohaus aufsuchen und mich beraten lassen? – Für GELD gibt es ja bekanntlich ALLES! … – Und so könnte ich mir einen Airbag bzw. einem Panzer ähnlichen Vorbau anbringen lassen, sofern das Zulassungs-technisch erlaubt ist!?

Oder ich könnte einfach eine Sirenen-Alarm-Anlage installieren lassen, welche quasi einen „Touchy“– Ton (Danke, Micha – danke, Lena! …) aufheulen lassen würde, sobald die feindliche Anhänger-Kupplung sich meinem Wagen in gefährlichem Abstand annähert!?

FAZIT:

In Köln ein Auto – ohne eigene Garage – zu haben ist und bleibt ein tägliches Abenteuer für sich! – Ob man sich deshalb GEGEN sein Auto entscheiden soll, wird bei mir trotzdem nicht DIE wirkliche Grundfrage „PRO oder Contra Auto“ werden.

Auch wenn die Stadt Köln und viele Politiker sicherlich SEHR gerne das altbewährte Motto in Bezug auf das Lebensglück des Einzelnen (Mannes) ändern würden in den Slogan „Des Deutschen liebstes Kind ist und bleibt … das Fahrrad!“

Aber wer weiß, in Köln, da schaffen sie das ja noch, eines Tages, vielleicht. – Und dabei sind die Gründe der meisten Autofahrer sicher nicht die so lapidarer Anhängerkupplungen! … 😛