Denn, es ist ganz einfach, weil ich dann meistens „so ein Bodengucker“ bin. …

Gedankenverloren, reflektiere ich dann oft über den gerade zu Ende gegangenen Arbeitstag. – Heute hatte  ein Mädchen, welches im Sommer in die Schule kommen wird, mich ZWEIMAL überrascht.

Das erste Mal war, als ich den Namen eines Vogels auf ein Papier schreiben sollte. – Ich schrieb also auf ein Stück weißes Papier, in Großbuchstaben, das Wort: „ELSTER“. – Dieser Vogel, welcher glitzernde Dinge stiehlt (so wie es der Volksmund behauptet) und DIESE dann in seinem Nest sammelt. – Wir beobachteten die letzten Tage oft diese schwarz-weißen Vögel, die ziemlich weit oben im Baum ihr Nest gebaut haben.

Was wäre, wenn man solch ein Nest einmal „leer-machen“ könnte. Vielleicht fänden wir ein Schmuck-Armband, ein paar Ringe mit Diamanten dran, ja, evtl. sogar ein Goldstück? – Wir überlegten uns WAS wir dann tun wollten oder tun müssten. – Klar, die Teile ins Fundbüro bringen. – Aber da sich wahrscheinlich, nach einiger Wartezeit, sowieso niemand melden würde, wären wir REICH, wenn wir die Schmuckstücke und das Goldstück dann beim nächsten Juwelier verkauften.

Ja, sicher: Tagträume!… – Aber vielleicht wäre da ja etwas dran. – Zumindest meinte sie IHR Vater KÖNNE auf so einen hohen Baum klettern!!!..  – Und, na ja, DAS alleine ist ja schon mal EIN Grund genug, sich den Namen dieses Vogels aufschreiben zu lassen, oder nicht? …  🙂

Der zweite Überraschungs-Moment kam dann, als sie mir diesen Kronkorken wieder brachte. Ich hatte ihn auf der Erde, also am Boden gefunden, als ich auf dem Weg zur U-Bahn am Kölner Barbarossaplatz war. – Ein grüner Kronkorken mit einem weißen Gespenst darauf. – Klar, dass der mir ins Auge fiel und ich ihn einsteckte. – Im Kindergarten schenkte ich ihn dann dem nächstbesten Kind.

Als SIE mir diesen dann wieder brachte, machten wir uns Gedanken, von WAS für einer Flasche dieser Kronkorken wohl sei. Nun, natürlich von einer Bierflasche meinte ich! – Nein! – Überhaupt nicht! – Der Kronkorken ist von einer Flasche wo Milch drin war! – Milch?… – Ja, klar, „Halloween-Milch“ nämlich!…  🙂

Tja, WER wird bei DIESER definitiv passendsten Erklärung DA noch etwas anderes behaupten wollen? – ICH jedenfalls nicht! – Auch dieser Arbeitstag ging dann zu Ende. Und ICH hatte wieder etwas zum Grübeln!…

Und, falls IHR mir demnächst einmal wieder, so ganz in Gedanken, so als Bodengucker begegnen solltet, dann lest bitte dieses halb-unsichtbare Schild auf meiner Stirn, auf dem geschrieben steht: „Bitte nicht stören!“ – Denn, wer weiß vielleicht finde ich ja demnächst wieder so einen lapidaren Gegenstand, der später dann zu einer weiteren Zaubergeschichte werden wird!     🙂

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