Gestern passierte also Folgendes, oder: NEIN! – Ich hole noch etwas weiter aus, bevor ich es erzähle.

Wie gesagt, er wuchs quasi schon in der U3-Gruppe bei uns auf. Und da sich um die Mittagszeit also alle zusammen, U3- und Kiga-Kinder, in unserem weitläufigen Hof treffen und ab und an tatsächlich GUT vermischen geht mal das eine + andere Kind, nicht oft, aber hin und wieder doch, einfach mal in der Masse unter! …

Dieser Kleine also hat ein Lieblingsspiel für sich entwickelt, welches er täglich sehr begeistert spielt. Für die Erzieher/innen hält sich diese seine Begeisterung jedoch eher etwas, ich sage mal: im Rahmen! …    :-/

ER hat nämlich den einzigartigen Vorteil bei seinem Spiel, dass er inzwischen das gesamte Gebäude, von den U3-Räumen, über Turnhalle, Flur, bis hin zu allen Räumlichkeiten des nun für ihn NEUEN Kindergartens sehr gut kennt.

Sehr oft versteckt er sich ganz einfach unter dem Sofa oder hinter einem Stuhl im Büro unserer Leiterin. Da er nun einmal so ein Knirps ist, wird er, obwohl wir dieses Versteck eigentlich schon kennen, dann doch auch schon mal übersehen.
Und wir suchen und suchen ihn überall! …

Gestern also ist es passiert. Nein! – Er ist NICHT aus dem Kindergarten entwischt und wurde von einem Auto angefahren. – Nein! – DAS zum Glück nicht! …  😮

Aber: Wir saßen also vor dem Mittagessen im Sandkasten, um unser Lied vor dem Essen + vor dem Hinein-Gehen zu singen. Wir sangen, standen dann auf und liefen alle vom Hof in Richtung Eingang des Kindergartens.

Gerade als wir dann drinnen waren kam er angelaufen. Er weinte. Alle waren aufgeregt und schimpften ihn aus. Da blieb ich dann doch erst einmal stehen und nahm ihn in die Arme, um ihn zu beruhigen und zu trösten.

Woraufhin er Tränen-kullernd, meinte: „Ich habe mich doch nur versteckt!“ – Klar die falsche Antwort wäre gewesen: „Ja, das hast Du aber gut gemacht!…“  –   :-/

Nun, er war uns einfach „entgangen“. – Dieser kleine, meist stille, schüchterne Junge, der sich so gerne versteckt. Beim abschließenden Blick über den Hof und das gesamte Gelände mit Bäumen, Sträuchern und Spielhäuschen, hatte ER sich, wie ein winziges Mäuschen, ganz einfach in einem dieser Häuschen verkrümelt.

Na ja, so etwas kommt vor, und wir hätten ihn sicher spätestens dann beim Essen vermisst und nach ihm gesucht. – Aber bei diesem Einem Male hatte ihn eben NIEMAND gesucht und niemand gefunden. So bleiben die Stillen und Leisen, gegenüber den Lauten und allzu Aktiven hin und wieder zurück.

Wir verblieben erst einmal dabei, dass er es uns SAGEN solle, wenn er sich versteckt, damit ihn auch wirklich Einer von uns Großen sucht und *hoffentlich* in Stresszeiten, auch ganz schnell findet! … 🙂

Außerdem werde ich anregen, dass die Leiterin für die Gruppe ein Tischspiel bestellen soll, etwa zum Thema: „Wo ist nur unser Schatz versteckt?…“ 🙂