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Gar nichts Besonderes aus dem Alltag!

So machte ich auch die Bekanntschaft eines wirklich sehr freundlichen, stets lächelnden, indischen Kölner Kiosk-Betreibers. – Er ist, nebenbei gesagt, auch ein gläubiger Hindu und hat sogar in einer Ecke seines Ladens einen, zugegeben, nicht direkt ins Auge fallenden Schrein mit Bildern und allem was so dazu gehört aufgebaut.

Wenn ich Briefpost abgeben muss, Briefmarken brauche oder Kopien meiner Arbeits-Zeugnisse und behördliche Unterlagen anfertige, dann ist ER und sein Laden, am Kölner Unicenter, mein Anlaufpunkt.

Sehr oft komme ich dann, wie bei Dittsche, aber ohne Bademantel, mit ihm bei einer Tasse Kakao oder Kaffee dann ins Small-Talk Gespräch. … 🙂

Ja, er hat viel Arbeit um sich und seine Familie zu ernähren. In diesem erweiterten Kiosk, wo es von Lottoscheinen bis hin zu Postpaketen, breit aufgestelltem Repertoire an Kölsch-Flaschen und anderen Getränken und Lebensmitteln so ziemlich alles gibt.

Als ich gestern also, nach langer Zeit einmal wieder, ganz spontan dort eintraf und zwei Glückslose erwarb, kam unser Gespräch auf die Bilder und den besagten Schrein.

Dabei zog er dann auch eine Tageszeitung mit einem Artikel des neuen britischen Premierministers, des Inders Rishi Sunak, aus dem Ständer. – Gleich auf der Titelseite prangte ein Bild dieses sichtlich glücklichen Herrn. … 🙂

Ja, und solches Glück strahlte ebenso aus dem Gesicht meines fleißigen Kiosk-Verkäufers. 🙂

Heute fand ich dazu dann noch einen, mein (Un-)Wissen, ergänzenden Artikel auf der Yahoo-Seite im Internet. – Als ich diesen dann so durchlas, freute ich mich noch einmal im Nachhinein für ihn, den hinduistischem Kiosk-Betreiber, für den Premierminister, der sein Glück nun, nicht nur mit seiner wirklich sympathischen Frau, sondern auch in seinem gesamten Leben gemacht hat, bis zu diesem erfolgreichen Tag gestern in Great-Britain. 🙂

Und wenn solch ein Glückskomet einen dann so ganz nebenbei, ja ganz indirekt, persönlich streift, tja, dann sollte man an diesem Glücksmoment doch sicher auch Andere mit teilhaben lassen. – So trifft man manchmal auf das, wenn auch kleine, ganz unscheinbare, Glück im Alltag, dort wo man es gar nicht erwartet.

Der Rest war dann, auch für mich, wirklich nichts Besonderes mehr. Meine zwei Glückslose brachten nämlich gar nicht wirklich dieses Glück, das sie so lauthals versprachen. Es waren Nieten.    😛

Trotzdem finde ich, war dieser Glücksmoment, gestern und heute (noch nachwirkend) für mich schier unbezahlbar! – 🙂

Und solche, wenn auch noch so kleine, unscheinbare Glücks-Momente des Alltags, sind es dann ja doch immer wieder wert, sie zu teilen, oder nicht? … 😉

1 Kommentar

  1. Katja Bangert

    Deine Geschichte ist so richtig schön geschrieben, voll aus dem Leben und sehr authentisch…hat Spaß gemacht!

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