In diesem Land, genannt: Deutschland, ja, da war ich Zuhause! – Es war eine schöne Zeit! – Damals, als noch Schlagersänger und Liedermacher wie Udo Jürgens, Stephan Sulke oder Klaus Hoffmann, ihre Messages über Liebe und den Sinn des Lebens durch musikalische Töne an das Publikum transferierten.

Ja, es waren emotionale Botschaften. Treffende Aussagen, oft in Reimen geformt, die (noch) keine Unterstützung von Bässen benötigten. – Allein ihre Melodien blieben als Ohrwurm in ihren Zuhörern erhalten.

Die Konzerte eines Jürgens, Sulke, Hoffmann oder gar eines Herman van Veen, brillierten mit Farbigkeit, Originalität und auf gar keinen Fall mit lapidaren Bässen! – Selbst bei den Aufführungen einer Folkgruppe, wie etwa „Ougenweide“, standen die Zuhörer auf und tanzten mit einander vor der Bühne.

Dieses Land gibt es heute nicht mehr. Wer sein Radio einschaltet hört immer und überall ständig ein pochendes Bumm, Bumm, im Hintergrund. – Wäre dieses Bumm, Bumm etwa nur rhythmisch, ja, schier gleich dem eigenen Herz-Schlag. Sicher, dann könnte man dieser Art von Background-Bass-Musik vielleicht sogar noch etwas Positives abgewinnen! – Doch leider ist diese (aktuelle) Melodie unseres Lebens heutzutage einfach nur: nervend! …

Trotzdem bestimmt sie unseren ALLTAG – werktags genauso, wie am Wochenende, immer und überall! – Kaum ein Ort mehr für „ruhige Minuten“. Selbst das „stille Örtchen“, wird bei gar schlecht isolierten Wänden zur Nachbar-Wohnung hin, zum „Herz-Schritt-Macher“ im übelsten Sinne! …

Manchmal KANN man dem entfliehen. An einen See. In einen Wald. Oder ins Auto auf die Autobahn, und einfach ans Meer fahren!… – Trotzdem: dieses Land VOR unserer (aktuellen) Zeit scheint es einfach nicht mehr zu geben. – Dieses Land, wo Musik noch OHNE Bässe auskam. Wo Musik noch so etwas Schönes, Einmaliges, Berauschendes, Individuelles, ja, ganz einfach: etwas Persönliches war! … – Vorbei! – Finito! – Forget it! …

Nein! – wer heute, eingebettet in solch einem Land lebt, der hat nur zwei Möglichkeiten, diesen negativen, anderen Herz-Schlag von sich fern zu halten.

Die Erste ist die: er passt sich an, und spielt SEINE (von ihm selbst gewählte) Bumm-Bumm-Bumm-Musik (sofern er sein Naturell eben nicht nur zeitweise oder auf Dauer vergewaltigen kann)! – Oder: Zweitens, er packt sich und seine Ohren ständig oder abundan „in Watte“ (sprich: er schottet sich vor diesem Land, was heißt: der Welt, ab – und beruhigt sein Herz mit Ohrstöpseln!). …

Wie auch immer man sich letztlich entscheidet: dieses Land VOR unserer Zeit, habe ICH gekannt. Darin durfte ich leben und träumen! – Die wunderbaren Erinnerungen an diese Zeit der schönen Musik wird mir keiner nehmen können. – Es bleibt „mein Paradies …“ (Jean Paul) aus dem mich NIE irgend ein BUMM-BUMM-Wesen vertreiben wird!…

Ruhe (ja, die gab es da noch) und eine Musik, die man anhören durfte – in Freude und Frieden !…
🙂

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