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Im Königreich der Frauen !…

… ja, dann würde sie viel öfter ganz pragmatisch agieren. Sie würde ihre Emotionen dazu nutzen, ihren Mit-Männer-Menschen, den Tag zu verschönern (und ihm, dem Mann, mit keinen noch so fiesen Sticheleien, den Feierabend vermiesen) !…

…ja, wäre eine Frau „einfach so wie ICH !…“ – Sie würde echte Freude an ihrer Arbeit mit den Kindern finden. – Und würden die Kids an einem Tag mal NICHT auf sie „fliegen“, entstünde keineswegs Neid oder Missgunst auf jene ANDERE Person, welche gerade ihr Mittelpunkt wäre !…

…ja, SO eine Frau, würde ich wohl anbeten, bewundern und *vielleicht* sogar 😛 HEIRATEN wollen !… 🙂

DOCH leider gibt es von SOLCH einer Frau, im pädagogischen Alltag, SEHR wenige! …

HIER muss ein Mann, nämlich kein „einfacher“ Mann sein, sondern oftmals SUPERMANN, im wahrsten Sinne des Wortes.

ER sollte Hellseher sein, Frauen-Versteher, etwas Macho-Typus haben, vielleicht sogar UNNAHBAR (sprich: verheiratet, mit Frau und Kind) bleiben.

HIER muss ein Mann, möglichst, KEINE Windeln wechseln und KEINEN Po abwischen oder ein Kind auf die Toilette begleiten. DAS ist ja nun mal „Frauen-Sache“ (seit jeher!)Männer sind für evtl. Reparaturen zuständig. – Hin und wieder auch für die Aufrechterhaltung der Disziplin (wenn ein Kind mal über die Stränge schlägt!) – Schließlich ist ER ein (Super-)Mann, hat Erzieher gelernt, somit Erfahrung und, ja – nein, ER hat schließlich keine Regel-Tage und (Du, meine Güte, nein!) NIEMALS so etwas wie „schwache“ Gefühls-Momente.

Ein Mann muss Stärke, Durchsetzungsvermögen, Autorität und Spürsinn (die richtige Nase für die Frau !) haben! – Möglichst sollte er immer ja und / oder Amen! sagen, zu dem was die Frau vorschlägt!

Ansonsten sollte er sich gefälligst aus dem „Königreich der Frauen“ schnell und tunlichst entfernen! – Für so einen aufmüpfigen Mann, dem so etwas wie Frohsinn, Harmonie, Freundschaften, Freundlich- wie Höflichkeiten (Bitte + Danke + Entschuldigung) im Arbeitsalltag wichtig sind; für SO einen Mann gibt es darin keinen Platz! …

Oder doch? – Nun, es gibt die Möglichkeiten einer überdimensionalen ORDNUNG.

Was dann aber heißt:
– Ein-ordnen (Mitlaufen)
– Unter-ordnen (s. Ja + Amen!) oder eben
– Über-ordnen.

Letzteres heißt, ein Mann mit etwas anderen Positiven Eigenschaften, als ein Supermann, kann auch die Leitung einer Kita übernehmen (dann agiert ER zumindest nicht im direkten Wirkungskreis der Frau!).

Oder er „entfernt“ sich, wie gesagt, ganz aus dem „Königreich“ bzw. sucht sich eine Stelle, ganz woanders, eben: direkt beim Träger der Einrichtung!

Als KÖNIG im Königreich der Frauen wird er somit quasi „unantastbar“. -ER hat es geschafft! 🙂

Nun, bei ALL diesen Reflektionen suche ich selbst, der ich KEIN Supermann bin und auch niemals einer werde, noch immer meine ROLLE. – Wäre ich schwul, ein muskelbepackter Chauvi + Macho oder ein kinderreicher, potenter Familienvater, nun, ich würde ungefragt akzeptiert. Als etwas Besonderes oder etwas *fast* Unantastbares in jenem Königreich der Frauen.

Da ICH jedoch NUR diese (oft überflüssige) Empathie und ein *meist* gutes Bauchgefühl für das rechte Tun mitbringe, erringe ich zwar mit links die Herzen der uns anvertrauten Kinder. …     🙂

Nur mit dem so nötigen, rechten Maß an Selbstgefälligkeit, wird es bei mir NIEMALS bis zum Superman (sprich: zur seelisch-körperlichen Unverwundbarkeit) reichen.

Aber selbst WENN ich, allen (Fragen und) Wünschen zum Trotz, solch einer FRAU genügen würde, und ich wäre dann, so etwas WIE eine Frau!? …    😮

Oh, Himmel und Hölle – NEIN! – Dann will ich lieber DER bleiben, der ich bin: ein *einfacher* (zugegeben: manchmal auch kompliziert gestrickter) MANN !…

Und so reite ich, vielleicht dann doch, eines Tages auf meinem schwarzen Rappen einmal wieder hinfort. Hinweg aus dem (für mich, allzu) beschränkten Königreich der Frauen.

Einer Zukunft entgegen, wo ich ICH sein darf, ganz ohne all jene SUPERMAN Erwartungen.

Vielleicht mit dem kurzen und (viel zu) schnellen Abschiedsgruß eines Santa Claus:

Gesund, und froh, mit lachendem „He! – Ho! – Ade! – Es ist eben so!“    🙂

Und dann trage ich meinen Po woanders hin, denn was soll´s, das Leben ist eh ein *fortlaufender* Neu-Beginn und letztlich Zu-Gewinn (an neuen Erfahrungen) !… 😉

1 Kommentar

  1. Renate Müller

    … na, das hört sich ja schon sehr nach Abschied an.
    Ich wünsche dir, dass du zukünftig liebe KollegInnen hast, die dein Potential würdigen.
    Für uns warst du in einer schweren Zeit ein Fels in der Brandung, als ich allein mit den Kindern war und du meinen stillen Schulneuling so liebevoll begleitet und fürs Leben gestärkt hast.
    … und nebenbei noch 30 andere SuS und ihnen noch was gekocht hast! Da habe ich dich immer sehr bewundert.
    Ganz liebe Grüße,
    Renate

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