Für mich war er immer nur eine Rand-Figur. Neben MEINEN Musik-Größen hatte ER kaum Bestand.

Früher, in den Schlager- und Hitparaden-Zeiten von Bata Illic nicht und auch später mit den Erfahrungen durch Angelo Branduardi, Gianna Nannini,  Lucia Dalla und denen eines Michel Legrand auch nicht mehr.

Dennoch, seine „BIENE MAJA“ ist und bleibt legendär. – Auch in meiner täglichen Arbeit im Kindergarten, kaum wegzudenken.

Vor kurzem sah ich ihn noch im TV, zusammen mit seiner Tochter (was ich erst später erfuhr), in seinem letzten (Märchen-)Film „Das Geheimnis des zweiköpfigen Drachens“ (2018).

Für mich, als ein großer Fan dieser grandiosen und einzigartigen tschechischen Märchenfilme, ein MUSS !

Der Film hatte mich durch den Titel angesprochen. Auch fand ich nicht, dass man ihn unbedingt gesehen haben musste. Aber Karel Gott hatte spielte darin die Rolle eines Königs, des Großvaters zweier Kinder.

Auf YouTube fand ich dann auch noch das Duett mit eben dieser Tochter (Charlotte Ella).

Selbst wenn man kein Wort Tschechisch versteht, spricht einen dieses Lied an. Zumal der Inhalt (s. deutsche Untertitel) sich dann auch noch Gedanken über das nahende Ende macht.

Ebenfalls gefiel mir das kleine Liedchen, was mir bis dahin völlig unbekannt war: „Papa, geh doch nicht so schnell …“

Klar, „Für immer jung“ bleibt keiner von uns. – Trotzdem fehlt mir dieser Karel Gott nun doch auch in meinem Leben. Er war immer nur eine Randfigur und dennoch – so beruhigend – immer da! – Jetzt ist er von mir gegangen! …

Mit 80 Jahren! – So wie nun schon viele vor ihm. – WER? – Ja, Wer wird wohl der oder die Nächste sein, über den oder die ich mir meine traurigen Gedanken mache? …

Ja klar, „Einmal um die ganze Welt“, wer will das nicht? … – Ich kam nur bis Prag. – Damals, als ich noch ein Fan der Serie „Pan Tau“ war, gerade meine Erzieher-Ausbildung beendet hatte, und einen 2-wöchigen Urlaub in der CSSR machen durfte. – Damals war der Autor Ota Hofman viel näher. Und neben all den tschechischen Kinderfilmen, „mein“ großes Idol.

Mit ihm hatte ich einen kurzen Briefwechsel. – Karel Gott aber, ja, er war und blieb nur eine Randerscheinung! …

Klimawandel. Zeiten-Wandel. Und, ja, älter werden. – Ja, der Tod, er ist so nah. Und auch bei mir, in meinem Leben, rückt er mir immer näher auf die Pelle. – Da hilft kein noch so lautes Schreien und kein stilles in sich hinein Heulen. – Einzig einen Nachruf kann man verfassen. – Einen Nachruf, der kaum laut vorgelesen, schon verhallt, verschallt und vergessen ist! …

R.I.P. – Ruhe in Frieden, Karel Gott  ! … – @ — >— >—

Du Begleiter (und Engel) meines Lebens!… – Danke, dass Du da warst, auch wenn ich Dich meistens gar nicht richtig wahr genommen habe! …     🙁

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