Michel Legrand – Er, mein *geistiger* Ersatz-Adoptiv-Vater: tot?… – Im Flash ging mir der glücklichste Moment meines Lebens durch den Kopf. Damals als ich ihm auf der Bühne, nach einem Live-Konzert, die Hand gab. Mein Französisch war schrecklich und ich sah ihm nur in die Augen, während er sich, fast im gleichen Moment, mit jemand anderen unterhielt. Die Hand aber noch immer in der Meinigen.

Dieses wunderbare Gefühl einer Legende so nahe zu sein, wird ewig, für immer in meiner Erinnerung, ja, meinem Herzen bleiben! – Was mir bleibt ist dieses alte Schwarz-weiß-Foto von ihm, singend, mit dem Mikrophon auf der Bühne stehend. Darauf ist und bleibt er neben allen seinen musikalischen Werken, für mich, weiterhin, für immer: lebendig UND in meinem Leben!

Er, der dem Naturell meines anderen Idols „James Stewart“ so sehr glich. – ICH durfte ihm die Hand geben. Wouw 😮 – Damals stammelte ich irgend etwas, dass ich alle seine Schallplatten (LP´s) besäße, seine Musik und die Soundtracks seiner Filme liebe, etc. etc. – ER aber schaute mich kurz verdutzt an, lächelte kurz, um sich dann, wie gesagt mit jemand anderem weiter zu unterhalten. Als ich dann von der Bühne ging, den Konzertsaal verließ und mit der Metro, zurück in mein Pariser Hotel-Zimmer fuhr, schwebte mein Körper und Geist schier engelsgleich durch diese Stadt der Liebe!

Heute werde ich, NUR FÜR IHN, eine Kerze anzünden und bei den Stücken meines Lieblings-Musicals „Les Parapluies de Cherbourg“ (Die Regenschirme von Cherbourg) nur noch heulen. – Denn: ER ist tot! – Mein Vater! – Mein Idol! – Mein Freund! …

 

P.S.: Ich könnte noch so vieles über ihn schreiben, aber im Moment, fehlen mir einfach die Worte! ….

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