Daher stellt sich die folgende Frage: Reichen 20 Jahre für mein Kind? …

Zwanzig Jahre sind all die wichtigsten Lebensjahre bis zum Erwachsen werden. Danach kann ich wohl guten Gewissens abtreten und sterben! – Der „fertige“, junge Mensch wird mich dann nicht mehr wirklich brauchen. Bis zu diesem Alter könnte ich ihm all das gegeben haben, was Eltern ihrem Kind für das Leben so mitgeben.

Meine Liebe! – Mein Wissen! – Meine Werte! … – Den Rest, also meine Bücher und alle Habseligkeiten, wird es nach meinem Tode eh bekommen! …

Vor Jahren gab es eine Frau, Petra, sie wollte ein Kind von mir – ohne weitere Verpflichtungen, wie sie sagte. Vielleicht, vielleicht hätte ich ihr Eines machen sollen. – Dann, ja dann wäre ich jetzt schon Vater. …

Ich hätte dann all die schwierigen, (wie etwa dieses ERSTE Lebensjahr), und auch alle schönen Momente (es lernte, gehen, sprechen, alleine auf den Topf gehen, etc. etc.) schon längst miterlebt. …

Ja, aber, ich hatte gezögert, da ich mir mit ihr kein gemeinsames Leben vorstellen wollte. Und ein Kind „ohne“ jegliche Verpflichtungen – DAS wollte und konnte ich mir dann ja auch nicht vorstellen!

Somit habe ich also nun KEIN Kind! – Keine Frau! – Keine Verpflichtungen! – Und: ja auch keinen Erben! …

Meine These also wäre, WASWENN ? … – Wenn ich also noch ganz schnell, vor meinem Tode, einem „mittelprächtigen“ Girl bzw. einer „gebärfähigen“ Frau noch so ein Kind machen würde?

Reichen dann, die von mir (zugegeben, etwas willkürlich) gesetzten, 20 Jahre für mein Kind? …
Nun, ja, vielleicht ja! – ABER will ich das alles noch einmal durchmachen?… – Will ich nicht nur die schönen Momente, die ein Kind mit sich bringt, miterleben und mit ihm teilen? …

Wie gesagt, dieses „schreckliche“ erste Jahr! – Die Suche nach einem geeigneten Babysitter oder Jemanden, wenn man es alleine lassen muss! – Das Abgeben danach, an die Leiterin einer geeigneten U3-Gruppe. Später dann die vertrauensvolle Übergabe an den Kindergarten! – Vom Eintritt schließlich in die Grundschule, bis hin zu seiner „ersten“ großen Liebe, bis zum Eintritt in die „verdammte“ Pupertät.

Letztlich wird es einen Mann finden, wenn es ein Mädchen ist – oder eine Frau, wenn es ein Junge würde. – Dann stellt sich, wie schon in der Schule (bei Freunden), die Frage: ist oder sind es die richtigen Partner … für „mein“ Kind? …

Die ganze Verantwortung und die ständige Angst um das eigene Kind!…

20 Jahre ! … – Ja, möglich wäre es wohl, auch jetzt noch ein Kind in die Welt zu setzen! – Aber allein beim derzeitigen Klimawandel oder der Umweltverschmutzung in der Luft und dem Plastik-Müll im Meer – WER will DA noch ein Kind „machen“, wenn er es, wie ich, noch ganz pragmatisch planen kann? …

Nun, bei allem Zauber, bei aller Magie, die so ein offenes, herzliches Lachen und diese strahlenden Kinderaugen mit sich bringen …

MEIN Entschluss steht fest:

Selbst wenn ICH nochmals so eine Frau treffen sollte, die sich von mir ein Kind wünscht – MEIN Wunsch wird nicht mehr Ihrer! – Und mein Leben bleibt ein Anderes, nämlich ohne Kind und Katze! …  – Meine tollen Bücher und die wenigen Habseligkeiten, ja, die erhalten später ein paar gute Freunde!

Und wenn ich dann nicht mehr dabei bin, im Spiel des Lebens, in dieser Welt, – DANN muss ich zumindest keine Angst mehr haben, dass es „meinem“ Kind, nach meinem Tode, noch schlechter gehen wird als mir.

In diesem Moment, weiß ich nur das Eine:

Zumindest kann ich es HEUTE noch behaupten:

Das Leben ist wundervoll (auch ohne Kind – oder Katze) !…     🙂

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