Zaubergeschichten von Palabros de Cologne

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Von meinem König

Ja, denn in meiner Jackentasche wohnt ein König. Da hat er sein Reich. Nein, Untertanen hat er keine. Er macht es sich zwischen meinen Tempo-Taschentüchern und anderem Krimskrams gemütlich und schläft wohl den ganzen Tag. – Ja, und nachts wahrscheinlich auch, oder?

Nein, falsch vermutet. Denn, Nachts kann er sich endlich frei bewegen. Meine Jacke hängt ja dann zuhause an einem Hacken und ich? … – ja, ich schlafe dann!

Für ihn beginnt dann seine Zeit. Die Zeit der Abenteuer. Jetzt kann er endlich aus der Jackentasche heraus klettern und meine Wohnung erforschen. Nein, keine Angst, eine Katze, die ihn jagen würde, habe ich ja nicht. Und auch keinen Hund. – So kann er ganz entspannt jeden Winkel und jeden Bereich meiner Wohnung erkunden.

Und wenn er gegen Morgen dann endlich auch wieder müde wird, dann, ja dann, klettert er einfach wieder zurück in meine, nein, ist ja seine, Jackentasche und kuschelt sich wieder ins Tempo-Taschentuch ein, um den ganzen Tag über zu schlafen.

Ja, so ist das mit meinem König!

Ihr glaubt das nicht? – Ihr denkt mein König existiert überhaupt nicht und ich habe Euch nur ein Lügenmärchen aufgebunden? – Oh nein, ganz und gar nicht. MEIN König ruht wirklich und wahrhaftig in meiner Jackentasche. Wie das kam? Und seit wann er dort liegt?

Hm, na ja, meinetwegen, dann werde ich Euch eben das Geheimnis, um ihn, den König und seiner eigenartigen Behausung verraten.

Es kam nämlich so, dass ich eines Tages, auf dem Weg zu meiner Arbeitsstelle im Kindergarten auf dem Weg, ganz viele Karten (also: Spielkarten) auf der Erde liegen sah. Ich war ziemlich in Eile, denn an diesem Tage, hatte ich, zugegeben: fast verschlafen! – Trotzdem, nahm ich von all den, von wem auch immer, verlorenen Spiel-Karten, diesen Herz-König in die Finger und steckte ihn in meine Jackentasche und dort befindet er sich bis heute.

Ja, und wenn jemand behauptet DIESE Geschichte, sei eine Lüge und einen Königs-Däumling gäbe es nur im Märchen, dann beweise ich ihm ganz schnell das Gegenteil und hole meinen Freund, diesen Herzkönig aus der Tasche und halte ihm denjenigen frech vor seine Nase.

Meistens gibt es dann ein „Oh!“ – ein „Ah!“ oder wir beide lachen zusammen, über die ungewöhnliche Bekanntschaft. Und mein Freund, der König, er freut sich ganz sicher auch mit uns!  🙂

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3 Kommentare

  1. Du hast viel Fantasie und erzählst hier eine ganz reizende Geschichte.
    Die Kinder im Kindergarten müssen glücklich sein dich als Erzieher zu haben.
    Lieber Gruß von Maud

  2. Karin Dederichs

    März 28, 2019 at 8:48 am

    Die Welt braucht Zaubergeschichten
    immer wieder damit wir das Träumen nicht vergessen…
    Liebe Grüße
    Lichtmagie

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